Verein Deutscher Zementwerke tritt IBU bei |
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Königswinter, 8. Juni 2011 – Zement, einer der wichtigsten Baustoffe der Welt, arbeitet an einer EPD des Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU). Somit wird der Verein Deutscher Zementwerke (VDZ) künftig verifizierte Umweltdaten für die Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden zur Verfügung stellen. Am 4. April war es soweit: Die lang angekündigte EU-Bauproduktenverordnung ist in Kraft getreten. Demnach wird – vereinfacht ausgedrückt – die Vermarktung von Bauprodukten künftig an sieben Grundanforderungen gekoppelt sein. Dabei neu: die „Nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen“. Um die entsprechenden Nachweise zu erbringen, können Hersteller auf europaweit standardisierte Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs), wie sie das Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) als deutscher Programmhalter erstellt, zurückgreifen. Eben diesen Weg hat jetzt der Verein Deutscher Zementwerke (VDZ) eingeschlagen, der mit seinen 23 deutschen und 29 ausländischen Zementunternehmen seit kurzem Mitglied beim Institut Bauen und Umwelt ist: „Eine EPD ist schon alleine wegen der internationalen Ausrichtung des VDZ und vieler unserer Mitgliedsunternehmen fast eine Notwendigkeit. Da Umwelt-Produktdeklarationen laut kommender EPD-Norm europaweit vereinheitlicht werden, werden sie grenzübergreifend anerkannt und ermöglichen uns so eine klare Positionierung am internationalen Markt.“, so Jochen Reiners vom Verein Deutscher Zementwerke. „Der VDZ koordiniert die Ökobilanzierung der Zementherstellung für seine Mitgliedsunternehmen und erstellt derzeit unter dem Dach des IBU als ersten Schritt Durchschnitts-EPDs für deutsche Zemente. Auch die Ökobilanzierung als Grundlage für die Erstellung von Umweltproduktdeklarationen für Betone fassen wir bereits ins Auge.“ Das hydraulische Bindemittel Zement, das zur Herstellung von Mörtel und Beton notwendig ist und zu einem der am meisten verwendeten Baustoffe der Welt zählt, ist nicht erst seit der Beauftragung des IBU mit der Erstellung einer EPD ein besonders nachhaltiges Produkt. Vor allem Beton nimmt aufgrund seiner hohen Festigkeit, langen Haltbarkeit und guten Formbarkeit in allen Bereichen des Bauwesens eine herausragende Stellung ein. Von der Rohstoffgewinnung über die Zementproduktion bis hin zum Betonrecycling schlüsselt die EPD alle umweltrelevanten Daten in einer umfassenden Ökobilanz auf. Der Verein Deutscher Zementwerke hat sich zum Ziel gemacht, mit seiner wissenschaftlichen Arbeit und seiner Stellung als kompetenter Dienstleister die nachhaltige Entwicklung im Bereich Bauen mit Zement und Beton weiter vorantreiben. Dabei ist die neue Umwelt-Produktdeklaration nur logische Konsequenz: „So wie der Bedarf an attraktiver Forschung nicht an den Landesgrenzen Halt macht, so werden wir uns auch bei der Bereitstellung von Informationen für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden an den europäischen und internationalen Standards orientieren“, erklärt Reiners.
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